Burnout erkennen und vorbeugen
Burnout ist seit 2019 von der WHO als Syndrom klassifiziert (ICD-11). Frühzeitiges Erkennen ist der Schlüssel zur Prävention. Erfahre hier alles, was du wissen musst.
Was ist Burnout?
Burnout beschreibt einen Zustand körperlicher, emotionaler und mentaler Erschöpfung, der durch langanhaltenden, übermäßigen Stress entsteht. Es ist kein plötzliches Ereignis, sondern ein schleichender Prozess, der sich über Wochen, Monate oder sogar Jahre entwickeln kann.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Burnout 2019 im ICD-11 als berufsbezogenes Syndrom klassifiziert. Es wird durch drei Dimensionen charakterisiert: Gefühle der Energieerschöpfung, zunehmende mentale Distanz zur Arbeit und verringerte berufliche Leistungsfähigkeit.
In Deutschland sind laut Studien bis zu 30% der Arbeitnehmer von Burnout-Symptomen betroffen. Die Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen haben sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt.
der Arbeitnehmer betroffen
Fehltage pro Fall (Durchschnitt)
Anstieg in 10 Jahren
Die 12 Burnout-Phasen nach Freudenberger
Der Psychologe Herbert Freudenberger beschrieb 1974 erstmals das Burnout-Syndrom und definierte 12 typische Phasen des Verlaufs.
Zwang, sich zu beweisen
Übertriebener Ehrgeiz und der Drang, sich ständig zu beweisen.
Verstärkter Einsatz
Hohe Erwartungen an sich selbst, Schwierigkeiten beim Delegieren.
Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
Schlaf, Ernährung und soziale Kontakte werden zweitrangig.
Verdrängung von Konflikten
Probleme werden ignoriert, körperliche Symptome übergangen.
Umdeutung von Werten
Frühige Prioritäten wie Familie und Freunde verlieren an Bedeutung.
Verstärrkte Verleugnung
Intoleranz, Zynismus und Abwertung anderer nehmen zu.
Rückzug
Sozialer Rückzug, Isolation und Orientierungslosigkeit.
Deutliche Verhaltensänderungen
Auffällige Veränderungen im Verhalten, die auch andere bemerken.
Depersonalisation
Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit und Bedürfnisse.
Innere Leere
Gefühl der Sinnlosigkeit, Angst und Panikattacken möglich.
Depression
Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und depressive Episoden.
Völlige Erschöpfung
Körperlicher, emotionaler und geistiger Zusammenbruch.
Burnout-Symptome
Die Symptome von Burnout sind vielfältig und betreffen Körper, Psyche und Verhalten.
Körperliche Symptome
- Chronische Müdigkeit
- Schlafprobleme
- Kopfschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Häufige Infekte
Emotionale Symptome
- Erschöpfungsgefühl
- Reizbarkeit
- Angstzustände
- Gefühl der Sinnlosigkeit
- Verminderte Empathie
Verhaltensbezogene Symptome
- Sozialer Rückzug
- Zynismus
- Leistungsabfall
- Vernachlässigung von Hobbys
- Erhöhter Substanzkonsum
Ursachen & Risikofaktoren
Burnout entsteht durch ein Zusammenspiel verschiedener beruflicher und persönlicher Faktoren.
Arbeitsbelastung
Dauerhaft hohe Arbeitsintensität, unrealistische Deadlines und Überstunden.
Mangelnde Kontrolle
Wenig Einfluss auf Arbeitsinhalte, Zeitplanung oder Entscheidungen.
Unzureichende Anerkennung
Fehlende Wertschätzung, keine angemessene Entlohnung.
Wertekonflikte
Diskrepanz zwischen eigenen Werten und den Anforderungen am Arbeitsplatz.
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Messen
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